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Günstig Lebensmittel einkaufen

In den ersten Wochen in Australien kauften wir unsere Lebensmittel überwiegend bei den Supermärkten Coles uns Woolworth. Diese beiden Ketten sind in ganz Australien zu finden. Selbst in den kleinsten Dörfern im Landesinneren trifft man mindestens auf einen dieser beiden Supermärkte. Die Lebensmittelversorgung stellt also in Australien kein Problem dar. Die scheinbar permanente Anwesenheit der zwei Lebensmittelgiganten sorgte aber für eine große Vormachtstellung, die schon sehr nah an ein Monopol glauben lässt. Deutlich macht sich das in den hohen Preisen. Aber woher weiß man, ob man ein Produkt günstiger kaufen kann? (weiterlesen …)

Das Auto – Wasserverlust – Die Ursache

Das Problem ist gefunden!!!

Als wir das Auto gekauft haben waren die Wasserschläuche am Kühlwasserausgleichsbehälter, wie auf der Abbildung zu sehen, falsch angeschlossen und komplett mit Dreck verstopft.

Abbildung des falsch angeschlossenen Kühlmittelausgleichsbehälter

Abbildung 1 Falsch angeschlossener Kühlmittelausgleichsbehälter

Abbildung 2 Richtig angeschlossener Kühlmittelausgleichsbehälter

Abbildung 2 Richtig angeschlossener Kühlmittelausgleichsbehälter

Schrottplatz

Schrottplatz

Auf einem Schrottplatz hatte ich mir am letzten Samstag ein paar Autos angeschaut und geprüft wie die Anschlüsse sein sollten.

Normalerweise fließt das Wasser, wie auf der zweiten Abbildung dargestellt, durch den Schlauch bei höheren Temperaturen in den Behälter, kühlt dort ab und wird später durch einen Unterdruck durch den selben Schlauch wieder zurück in den Kühler angesaugt. Dabei kann der Behälter ca. 1,5 Liter Wasser fassen. Alles darüber hinaus wird über den oberen Schlauch ins Freie „entlassen“.

Was war passiert?

Wir füllten nach dem Kauf immer um die 100-200 ml Wasser direkt in den Kühler rein. Dabei kam es mir schon merkwürdig vor, dass die zurückgelegte Distanz immer unterschiedlich war. Egal ob 20 km oder 100 km, wir füllten immer die gleiche Menge an Wasser nach. Der Ausgleichsbehälter war immer bis zum Rand voll. Wahrscheinlich haben wir aber nie wirklich Wasser verbraucht. Das System war durch unser Nachfüllen immer übervoll und der Kühler drückte das überschüssige Wasser in den Ausgleichsbehälter. Dort wurde es dann durch die Kappe des Ausgleichsbehälters, die als einzige im Kühlerkreislauf nie dicht abschließt, rausgedrückt und verdampfte in der Hitze sofort.

Später wurde der Wasserverlust stärker. Das war der Zeitpunkt an dem sich der Ventilator verabschiedete. Nun drückte das System mehr Wasser in den Ausgleichsbehälter, da es heißer wurde. Das rausgedrückte Wasser kam aber nie zurück, da die Anschlüsse falsch waren. Dies hatte neben Steffen auch unser Nachbar, der sich während eines Smalltalks als Automechaniker entpuppte, ebenfalls vermutet.

Das Wasser ging aber auch nicht übermäßig verloren, da der Überdruckschlauch ebenfalls kein Wasser raus ließ, denn der war ja verdreckt.

Nachdem ich die Schläuche gereinigt hatte, diese aber immer noch falsch angeschlossen waren, verloren wir bei der nächsten Überhitzung nun sehr viel mehr Wasser (1,5 Liter), denn nun war der Weg frei.

Wie auf dem Schrottplatz gesehen, schloss ich nun die Schläuche richtig an. Schon nach kurzer Fahrzeit im Stau überhitzte das Wasser erneut, da der Ventilator noch immer nicht lief. Ich konnte nun beobachten, dass das Wasser in den Ausgleichsbehälter rein und nach einer Abkühlung und erneutem Starten wieder zurück in den Kühler lief. Klasse, der Kreislauf funktionierte also endlich!

Den defekten Ventilator ersetzte ich anschließend mit einem Exemplar vom Schrottplatz und siehe da, das Wasser überhitzt seit dem nicht mehr.

Ich konnte mich ebenfalls davon überzeugen, dass bei Betriebstemperatur das Thermostat öffnet. Man kann sehr schön sehen wie dann das Wasser im Kühler zirkuliert.

Jesus bar

Jesus bar

Eine ebenfalls vom Schrottplatz mitgebrachten Haltegriff für den Beifahrer für $5 (heißen hier „Jesus bar“ oder „Oh shit bar“) wurde auch noch montiert. Die mühsam ab- und angeschraubten Dämpfer für die Heckklappte entpuppten sich nach zweimaliger Nutzung als altersschwach. Na gut, $11 für die Tonne, kann man verkraften. Kurzum, die größten Probleme sind nun beseitigt. Der aktuellen Mängelliste sind aber zwei neue Punkte hinzuzufügen.

Der Starter macht ab und zu beim Starten ein fürchterlich lautes und kreischendes Geräusch, als ob jemand eine Flex ansetzt. Man muss dann die Zündung ausmachen und erneut Starten. Dies war uns aber bereits am Tag des Kaufes Aufgefallen und hat sich seit dem nicht verschlimmert. Dazu kommt ein Loch im Auspuffrohr, wahrscheinlich auf Höhe des Fahrersitzes. Das führt neben einem coolen, dumpfen Sound dazu, dass im Stand die Abgase, bei offenem Fenster in den Innenraum kommen. Jaja, ich weiß, Fenster geschlossen halten.

Die aktuelle Mängelliste hat bis auf den Starter nun nur noch Schönheitsfehler, dass nächste Projekt kann gestartet werden ;-) :

  • · Innenraumbeleuchtung vorne aus −> defekte Glühbirne ausgetauscht
  • · Innenraumbeleuchtung Kofferraum aus −> Glühbirnenfassung enger gestellt
  • · Haltegriff beim Beifahrer fehlt −> Ersatz anbauen
  • · Wassereinbruch im Kofferraum und nasse Rückbank −> Alles getrocknet, Ursache unklar, eine potentielle Stelle mit Klebeband abgedichtet
  • · Gurtspanner teilweise nicht mehr 100% funktionstüchtig −> Gurt gereinigt und mit Silikonspray besprüht
  • · Auto innen verdreckt −> gereinigt
  • · Kühlwasserausgleichsbehälterausgangsschlauch (Das Wort habe ich gerade selbst erfunden) führt nicht zum Kühlerkreislauf zurück, sondern endet im Leeren −> Schläuche korrekt angeschlossen
  • · Kühlwasserverlust während der Fahrt −> Ausgleichsbehälter war falsch angeschlossen und Schläuche verdreckt
  • · Ventilator des Kühlers defektà ausgetauscht
  • Dichtungsgummi an Türen und Fenster teilweise eingerissen −> erneuern
  • Heckklappe fällt immer zu −> kurzfristig mit Holzkeil gelöst, mittelfristig Dämpfer austauchen
  • Dachhimmel hängt hinten runter −> festkleben
  • Update: Wassereinbruch an der Frontscheibe, wahrscheinlich defekter Dichtungsgummi, mit Silikonspray notdürftig abgedichtet
  • Bei Vollgas kommt schwarzer Rauch aus dem Endtopf, Leistung geht zurück und Motor tourt nicht ab −> Gemisch zu Fett, kann verschiedene Ursachen im Abgassystem oder Vergaser haben. Ich habe Vergaserreiniger als Benzinzusatz eingefüllt, seit dem ist das Problem nicht mehr aufgetreten.
  • Loch im Auspuffrohr
  • Starter macht laute Geräusche -> austauschen bevor er komplett versagt
  • Fahrersitzt schief −> muss ausgetauscht werden

Die Wohnung – Eine Besichtigung

Acht Stunden war ich nun schon in Brisbane. Gerade mal zwei Stunden später waren wir Mieter eines Appartements in Australien.

Als ich zusammen mit Jule den Mietvertrag unterschrieb hatte ich unsere zukünftige Wohnung noch nicht mal gesehen. Ich verließ mich, wie schon beim Kauf unseres Autos, auf das Gespür von Jule.

Wenn man in Brisbane nach einem Wohnraum sucht erkennt man schnell, dass es gewisse Preisklassen gibt. Wohnen kann man ab 150 australische Dollar, aufgepasst, pro Woche. Dafür bekommt man auch schon ein Zimmer in einem Einfamilienhaus oder in einer Art Wohngemeinschaft, das aber mehr einem Hostel ähnelt. Das Bad, die Küche und ggf. ein Wohnzimmer teilt man sich mit den Mitbewohnern des Hauses. Die Fläche des Zimmers wird in Anzeigen erst gar nicht angegeben. Generell spielen Flächenangaben eine untergeordnete Rolle. Ich habe nicht eine Anzeige mit einem Grundriss im Internet gefunden.

Ab 250 AUD $ bekommt man schon eine eigene Wohnung, meist ein Schlafzimmer mit Küche und Bad. In vielen Anzeigen wird angegeben, dass die Wohnung bereits möbliert ist. Die Qualität dieser Einheiten lässt aber doch ein wenig zu wünschen übrig. Meist sind sie in schlechter Lage oder wurden schon lange nicht mehr renoviert. Und hier spreche ich von seit 20 Jahren nicht mehr.

Für Jule kamen zwei Angebote in Frage  Das erste war eine Wohnung mit einem Schlafzimmer, Wohnzimmer mit Küchenecke und Bad. Ein Carport und eine Teilmöblierung waren inklusive. Preis: 280AUD$  kalt pro Woche für ca.: 40m².

Gas, Wasser und Strom, sowie Telefon und Internet würden noch dazu kommen. Also wer sich nochmal über die berliner Mietpreise beschwert sollte ab jetzt für immer schweigen.

Das zweite Angebot war ein Haus. Es sollte 300 AUD $ pro Woche kosten und hatte 4 Zimmer plus Garage. Der Grundstücksfläche schätzten wir nach einer Besichtigung auf ca.: 300m².

Es bliebt bei der Grundstücksbesichtigung. Der damalige Bewohner war nicht zu Hause und die Maklerin durfte das Haus nicht ohne dessen Anwesenheit betreten. Sie entschuldigte sich vielmals und verschob den Termin auf einen anderen Tag. Wir konnten uns aber auch so ein gutes Bild machen.

Das Angebot hatte, direkt neben einem Motorway, eine sehr schlechte Lage. Zudem war das Haus schon von außen sehr runtergekommen. Man beachte, dass in der Regel Wohnungen und Häusern von innen schlechter aussehen als von außen.

Wir entschieden uns also gegen das Haus. Nicht zuletzt aus dem Grunde, dass allein die Bewirtschaftung der Wohn- und Grundstücksfläche eine Menge  Zeit und damit auch an Geld kosten würde.

Nach der “Teilbesichtigung” ging es direkt zur Vermieterin der Wohnung, die in Indooroopilly, einem Stadtbezirk von Brisbane, nahe dem Brisbane River liegt.

Wir einigten uns auf einen Mietpreis und besprachen alles Weitere.  Wir könnten am nächsten Tag einziehen, man würde die Wohnung vorher nochmal reinigen und die besprochenen Einrichtungsgegenstände reinstellen.

Wir leben nun seit knapp 5 Wochen in der Wohnung und haben uns soweit eingerichtet. An eigenen Gegenständen haben wir ca.: 1200 AUD $ investiert. Dazu zählen hauptsächliche Küchengegenstände wie Geschirr, Besteck, und alles was man so zum Kochen, Braten, Backen und Essen braucht.

Hier noch ein Grundriss unserer Mietwohnung:

Grundriss Wohnung Brisbane

Grundriss Wohnung Brisbane

Das allgemeine Leben – Das Bankenwesen

Gerade zum Anfang benötigt man für wichtige Zahlungen wie Autokauf, Wohnungsmiete oder -kaution natürlich Geld. Als Kunde der Deutschen Bank kann man den Partnerservice der Westpac nutzen um kostenfrei aus jedem Geldautomaten dieser Bank Bargeld abzuheben. In Australien heißen diese Helferlein „ATM“. Am 14 Januar hob ich eine nicht ganz unbeträchtliche Summe ab. Der Bankautomat ratterte und ich freute mich auf die kleinen Scheinchen, die hier nebenbei gesagt aussehen wie Spielzeuggeld. Nach dem Rattern kam meine EC-Karte aus dem Automat, gefolgt von einer Mitteilung, dass die Anfrage nicht ausgeführt werden konnte. Ein zusätzlicher kleiner Zettel belegte dies. Nun gut, der Automat hat vielleicht kein Geld mehr. Kann schon sein, dass durch die Flut in Brisbane der Automat nicht aufgefüllt werden konnte. Wäre nicht das einzige was hier knapp ist. Also auf zum nächsten Automat und siehe da, es kam Geld raus.

Heute schaute ich auf mein Konto der Deutschen Bank und tadaaa… es wurde die nicht ausgezahlte Summe der abgebrochenen Transaktion abgebucht. Nach einem kurzen Telefonat mit dem Service der Westpac, kontaktierte ich meine Filiale der Deutschen Bank via Email. Sie mögen doch bitte die Abbuchung rückgängig machen. Da wir keinen Scanner haben fügte ich der Email als Beweis ein Foto vom Beleg der fehlerhaften Geldausgabe bei.

Mal sehen wie es weitergeht.

In 24 Stunden geht es los

Noch 24 Stunden und ich sitze im Flugzeug von Tegel nach Frankfurt. Von dort geht es über Seoul nach Brisbane.