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Das Auto – Wasserverlust – Die Ursache

Das Problem ist gefunden!!!

Als wir das Auto gekauft haben waren die Wasserschläuche am Kühlwasserausgleichsbehälter, wie auf der Abbildung zu sehen, falsch angeschlossen und komplett mit Dreck verstopft.

Abbildung des falsch angeschlossenen Kühlmittelausgleichsbehälter

Abbildung 1 Falsch angeschlossener Kühlmittelausgleichsbehälter

Abbildung 2 Richtig angeschlossener Kühlmittelausgleichsbehälter

Abbildung 2 Richtig angeschlossener Kühlmittelausgleichsbehälter

Schrottplatz

Schrottplatz

Auf einem Schrottplatz hatte ich mir am letzten Samstag ein paar Autos angeschaut und geprüft wie die Anschlüsse sein sollten.

Normalerweise fließt das Wasser, wie auf der zweiten Abbildung dargestellt, durch den Schlauch bei höheren Temperaturen in den Behälter, kühlt dort ab und wird später durch einen Unterdruck durch den selben Schlauch wieder zurück in den Kühler angesaugt. Dabei kann der Behälter ca. 1,5 Liter Wasser fassen. Alles darüber hinaus wird über den oberen Schlauch ins Freie „entlassen“.

Was war passiert?

Wir füllten nach dem Kauf immer um die 100-200 ml Wasser direkt in den Kühler rein. Dabei kam es mir schon merkwürdig vor, dass die zurückgelegte Distanz immer unterschiedlich war. Egal ob 20 km oder 100 km, wir füllten immer die gleiche Menge an Wasser nach. Der Ausgleichsbehälter war immer bis zum Rand voll. Wahrscheinlich haben wir aber nie wirklich Wasser verbraucht. Das System war durch unser Nachfüllen immer übervoll und der Kühler drückte das überschüssige Wasser in den Ausgleichsbehälter. Dort wurde es dann durch die Kappe des Ausgleichsbehälters, die als einzige im Kühlerkreislauf nie dicht abschließt, rausgedrückt und verdampfte in der Hitze sofort.

Später wurde der Wasserverlust stärker. Das war der Zeitpunkt an dem sich der Ventilator verabschiedete. Nun drückte das System mehr Wasser in den Ausgleichsbehälter, da es heißer wurde. Das rausgedrückte Wasser kam aber nie zurück, da die Anschlüsse falsch waren. Dies hatte neben Steffen auch unser Nachbar, der sich während eines Smalltalks als Automechaniker entpuppte, ebenfalls vermutet.

Das Wasser ging aber auch nicht übermäßig verloren, da der Überdruckschlauch ebenfalls kein Wasser raus ließ, denn der war ja verdreckt.

Nachdem ich die Schläuche gereinigt hatte, diese aber immer noch falsch angeschlossen waren, verloren wir bei der nächsten Überhitzung nun sehr viel mehr Wasser (1,5 Liter), denn nun war der Weg frei.

Wie auf dem Schrottplatz gesehen, schloss ich nun die Schläuche richtig an. Schon nach kurzer Fahrzeit im Stau überhitzte das Wasser erneut, da der Ventilator noch immer nicht lief. Ich konnte nun beobachten, dass das Wasser in den Ausgleichsbehälter rein und nach einer Abkühlung und erneutem Starten wieder zurück in den Kühler lief. Klasse, der Kreislauf funktionierte also endlich!

Den defekten Ventilator ersetzte ich anschließend mit einem Exemplar vom Schrottplatz und siehe da, das Wasser überhitzt seit dem nicht mehr.

Ich konnte mich ebenfalls davon überzeugen, dass bei Betriebstemperatur das Thermostat öffnet. Man kann sehr schön sehen wie dann das Wasser im Kühler zirkuliert.

Jesus bar

Jesus bar

Eine ebenfalls vom Schrottplatz mitgebrachten Haltegriff für den Beifahrer für $5 (heißen hier „Jesus bar“ oder „Oh shit bar“) wurde auch noch montiert. Die mühsam ab- und angeschraubten Dämpfer für die Heckklappte entpuppten sich nach zweimaliger Nutzung als altersschwach. Na gut, $11 für die Tonne, kann man verkraften. Kurzum, die größten Probleme sind nun beseitigt. Der aktuellen Mängelliste sind aber zwei neue Punkte hinzuzufügen.

Der Starter macht ab und zu beim Starten ein fürchterlich lautes und kreischendes Geräusch, als ob jemand eine Flex ansetzt. Man muss dann die Zündung ausmachen und erneut Starten. Dies war uns aber bereits am Tag des Kaufes Aufgefallen und hat sich seit dem nicht verschlimmert. Dazu kommt ein Loch im Auspuffrohr, wahrscheinlich auf Höhe des Fahrersitzes. Das führt neben einem coolen, dumpfen Sound dazu, dass im Stand die Abgase, bei offenem Fenster in den Innenraum kommen. Jaja, ich weiß, Fenster geschlossen halten.

Die aktuelle Mängelliste hat bis auf den Starter nun nur noch Schönheitsfehler, dass nächste Projekt kann gestartet werden ;-) :

  • · Innenraumbeleuchtung vorne aus −> defekte Glühbirne ausgetauscht
  • · Innenraumbeleuchtung Kofferraum aus −> Glühbirnenfassung enger gestellt
  • · Haltegriff beim Beifahrer fehlt −> Ersatz anbauen
  • · Wassereinbruch im Kofferraum und nasse Rückbank −> Alles getrocknet, Ursache unklar, eine potentielle Stelle mit Klebeband abgedichtet
  • · Gurtspanner teilweise nicht mehr 100% funktionstüchtig −> Gurt gereinigt und mit Silikonspray besprüht
  • · Auto innen verdreckt −> gereinigt
  • · Kühlwasserausgleichsbehälterausgangsschlauch (Das Wort habe ich gerade selbst erfunden) führt nicht zum Kühlerkreislauf zurück, sondern endet im Leeren −> Schläuche korrekt angeschlossen
  • · Kühlwasserverlust während der Fahrt −> Ausgleichsbehälter war falsch angeschlossen und Schläuche verdreckt
  • · Ventilator des Kühlers defektà ausgetauscht
  • Dichtungsgummi an Türen und Fenster teilweise eingerissen −> erneuern
  • Heckklappe fällt immer zu −> kurzfristig mit Holzkeil gelöst, mittelfristig Dämpfer austauchen
  • Dachhimmel hängt hinten runter −> festkleben
  • Update: Wassereinbruch an der Frontscheibe, wahrscheinlich defekter Dichtungsgummi, mit Silikonspray notdürftig abgedichtet
  • Bei Vollgas kommt schwarzer Rauch aus dem Endtopf, Leistung geht zurück und Motor tourt nicht ab −> Gemisch zu Fett, kann verschiedene Ursachen im Abgassystem oder Vergaser haben. Ich habe Vergaserreiniger als Benzinzusatz eingefüllt, seit dem ist das Problem nicht mehr aufgetreten.
  • Loch im Auspuffrohr
  • Starter macht laute Geräusche -> austauschen bevor er komplett versagt
  • Fahrersitzt schief −> muss ausgetauscht werden

Das Auto – Der Sicherheitsgurt

Ausgerollter Sicherheitsgurt

Ausgerollter Sicherheitsgurt

Er ist nicht wirklich beliebt, aber im Falle eines Aufpralls, sei es erwartet oder nicht, kann er doch der Retter in der Not und damit der Freund eines jeden Autofahrers sein. Doch wehe der Sicherheitsgurt zieht sich nach dem Öffnen des Schlosses nicht vollständig aus dem  Bewegungsradius seines zu schützenden Objektes zurück. Großes Ärgernis droht sogar, sollte der Riemen sich nicht am selben reizen und das Schließen der Autotür durch einen dumpfen aber im Ohre wehtuenden Knall verhindern. Da vergisst der Beschützte ganz schnell, welch gute Dienste der kleine Helfer ihm doch tat oder in der nächsten Zeit noch könnte. Voller Wut wird das Band in das Gefährt geschmissen. Und schon beim Anblick des schlacksigen Daseins auf dem Sitze, beim nächsten Öffnen des Vehikels, kommen all die entrüsteten Erinnerungen zurück. Der zukünftige Insasse regt sich gleich aufs Neue über den Gurt auf.

Viele neunmalkluge Leute ereifern sich auch bald: „Nicht Der Gurt, nein sein Aufroller ist defekt. Da müsse man ansetzten. Die Feder neu spannen oder gleich das ganze, garstige Zeugs ersetzen.”

Doch beachte, dass vielleicht man selbst nicht ganz frei von jeder Schuld ist. Pflegen solltest du ihn, lieber Nutzer. Befreien von Staub und Schmutz, so dass sich der Aufroller nicht allzu sehr abmühen muss.

gereinigter Sicherheitsgurt

gereinigter Sicherheitsgurt

Ist er befreit von jedweder Last des Unreinen und spielt dennoch nicht mit, so ist das Geflecht  womöglich nicht mehr so glatt und seine Oberfläche wirkt wie eine Hemmvorrichtung.  Dann sprühe den Sicherheitsgurt nur ordentlich mit Silikonspray ein. Schön dick, so dass es trieft. Du wirst sehen, nach kurzer Dauer, zieht sich der schwarze Strick wie von allein in seinen Behälter zurück.

Gebe acht, dass du ja nicht mit fettigem Gemisch der Oberfläche zu Leibe rückst. Das gibt nur Flecke auf deinem Kleid und böse Worte daheim.

Aktueller Stand der Mängelliste:

  • Fahrersitzt schief −> muss ausgetauscht werden
  • Haltegriff beim Beifahrer fehlt −> Ersatz anbauen
  • Heckklappe fällt immer zu −> kurzfristig mit Holzkeil gelöst, mittelfristig Dämpfer austauchen
  • Dichtungsgummi an Türen und Fenster teilweise eingerissen −> erneuern
  • Dachhimmel hängt hinten runter −> festkleben
  • Kühlwasserausgleichsbehälterausgangsschlauch (Das Wort habe ich gerade selbst erfunden) führt nicht zum Kühlerkreislauf zurück, sondern endet im Leeren −> Wieder anbringen, allerdings finde ich den Anschluss nicht. Wahrscheinlich ist der Kühler nicht original.
  • Bei Vollgas kommt schwarzer Rauch aus dem Endtopf, Leistung geht zurück und Motor tourt nicht ab −> Gemisch zu Fett, kann verschiedene Ursachen im Abgassystem oder Vergaser haben. Ich habe Vergaserreiniger als Benzinzusatz eingefüllt, seit dem ist das Problem nicht mehr aufgetreten
  • Update: Kühlwasserverlust  gestiegen auf 1,5 Liter auf 30 km während der Fahrt −> wahrscheinlich Risse im Zylinderkopf
  • Erledigt: Gurtaufroller teilweise nicht mehr 100% funktionstüchtig −> Gurt gesäubert und mit Silikonspray eingesprüht
  • Neu: Ventilator des Kühlers defekt
  • Neu: Wassereinbruch an der Frontscheibe, wahrscheinlich defekter Dichtungsgummi

Das Auto- Videos zur Analyse des Wasserverlustes

Im Artikel  Das Auto- Der Kühlerkreislauf hatte ich beschrieben, dass unser Auto einen hohen Wasserverlust hat und wir vermuten, dass es sich um einen Zylinderschaden handelt.

Zur Analyse des Kühlwasserverlustes nun ein paar Videos.

Das erste Video zeigt den Kaltstart. Der Motor war vorher ca.: 24h aus.

Das zweite Video zeigt die 3. Minute nach dem Start. Ein Blick auf den Auspuff, ob weißer Rauch raus kommt und ein Blick auf die Temperaturanzeige. Nicht erschrecken, in Australien sitzt man auf der rechten Seite.

Das 3. Video zeigt wie ca. eine Minute später, also in der 5. oder 6. der Wasserpegel am Kühler steigt und ab und zu Blasen emporsteigen. An die Profis: Ist das normal? Was passiert da?

Video 4 zeigt, wenn man nun Gas gibt wird das Wasser hochgedrückt. Normalerweise ist dort natürlich ein Verschluss. Ein Blick unter das Auto zeigt, dass kein Wasser runter tropft.

Woran könnte es nun liegen, dass das Auto während des Fahrens so enorm viel Wasser (1,5 Liter auf 30 km) verbraucht?

Das Auto- Der Kühlerkreislauf

Sie ist mit das wichtigste an einem Verbrennungsmotor, die Kühlung. Bei unserem Ford Laser bereitet sie uns derzeit am meisten Kopfschmerzen. Genauer gesagt tanke ich gerade Wasser und fülle Benzin nach. Aktueller Verbrauch: 1,5 Liter auf 30km. Das Gesamtvolumen des Kühlkreislaufs liegt bei 3,1 Liter. Dazu kommt momentan erschwerend dazu, dass der Ventilator gestern bei einer Tour nach Brisbane-Cleveland ausgefallen ist. Meine bisherigen Tests ergaben, dass der Motor des Ventilators defekt ist und somit der Ventilator ausgetauscht werden muss. Um dies festzustellen habe ich einfach den Ventilator direkt an die Autobatterie geklemmt, ein funktionierender Ventilator sollte dann funktionieren. Freiwillige können dies jetzt mal an ihrem Auto ausprobieren und mir berichten ob ich recht habe.

Nun, einen Ventilator kann man sicher gebraucht ausfindig machen und relativ einfach austauschen. Aber wo ist das Kühlwasser hin?

Im Stand ist kein Wasserverlust zu merken. Es muss also beim Fahren irgendwie verloren gehen. Die sichtbaren Wasserschläuche und Behälter sind alle dicht.

Meine derzeitige Vermutung ist, dass der Zylinder einen kleinen, sogenannten Haarriss hat oder die Zylinderkopfdichtung undicht ist. Die Zylinderkopfdichtung wurde wohl vor kurzem erneuert, was dafür spricht, dass der Zylinder im Eimer ist. Steckt man sein Riechorgan mal in den Ventildeckel, der beim Laser über den Öleinfüllstutzen zu öffnen ist, dann schnupperts sehr stark nach Abgasen.

Beides, vor allem aber ein defekter Zylinder zu reparieren, dürfte doch ganz schön ins Geld gehen.  Seit dem Kauf des Autos hat uns der Vorbesitzer immer mal wieder angerufen. Ob denn alles okay sei fragte er immer. Als wir vor 2 Wochen sagten, dass wir immer mehr Kühlwasser verlieren fluchte er „bloody head“ und riet uns eine Dichtungssubstanz, „chem weld“, gegen Kühlwasserlecks zu verwenden. Nachdem man diese, gemäß der beiliegenden Gebrauchsanweisung, in den Kühler gefüllt hat und anschließen ca. 200 km gefahren ist, sollten kleine „leaks“ damit abgedichtet sein. Das hatte bei unserem Ford Laser aber keinen Erfolg, der Wasserverbrauch stieg weiter. Heute nun hatte Jule mit dem Verkäufer (dessen Namen wir noch immer nicht wissen, aber wenn man einige Male miteinander gesprochen hatte kommt man aus der Nummer nicht mehr raus) erneut telefoniert. Er fluchte erneut über den Zylinder, zusätzlich aber auch über die Verkäuferin von der er das Auto erwarb. Das war, wie wir nun erfuhren, gerade mal ein Monat vor unserem Kauf. Nachtigall ick hör dir trapsen. Das Gute aber, wir sollen morgen Abend nochmal anrufen. „I have a look around for another reconditioned head or engine“ und faselte was von Geld zusteuern. Mal sehen was daraus wird.

Im Übrigen regnete es gerade sehr kurz und stark. Dabei haben wir einen neuen Wassereinbruch über der Frontscheibe hinter dem Sonnenschutz auf der Beifahrerseite festgestellt.

Aktueller Stand der Mängelliste:

  • Fahrersitzt schief −> muss ausgetauscht werden
  • Haltegriff beim Beifahrer fehlt −> Ersatz anbauen
  • Heckklappe fällt immer zu −> kurzfristig mit Holzkeil gelöst, mittelfristig Dämpfer austauchen
  • Dichtungsgummi an Türen und Fenster teilweise eingerissen −> erneuern
  • Gurtspanner teilweise nicht mehr 100% funktionstüchtig −> Spannrollen kontrollieren
  • Dachhimmel hängt hinten runter −> festkleben
  • Kühlwasserausgleichsbehälterausgangsschlauch (Das Wort habe ich gerade selbst erfunden) führt nicht zum Kühlerkreislauf zurück, sondern endet im Leeren −> Wieder anbringen, allerdings finde ich den Anschluss nicht. Wahrscheinlich ist der Kühler nicht original.
  • Bei Vollgas kommt schwarzer Rauch aus dem Endtopf, Leistung geht zurück und Motor tourt nicht ab −> Gemisch zu Fett, kann verschiedene Ursachen im Abgassystem oder Vergaser haben. Ich habe Vergaserreiniger als Benzinzusatz eingefüllt, seit dem ist das Problem nicht mehr aufgetreten
  • Update: Kühlwasserverlust  gestiegen auf 1,5 Liter auf 30 km während der Fahrt −> wahrscheinlich Risse im Zylinderkopf
  • Neu: Ventilator des Kühlers defekt
  • Neu: Wassereinbruch an der Frontscheibe, wahrscheinlich defekter Dichtungsgummi

Und wie schon im Artikel „Das Auto – Eine Vorstellung“ gilt: Kühlung hat höchste Priorität.

Das Auto- Die Vorstellung

Ford Laser

Ford Laser in unserem Carport

Er machte einen guten ersten Eindruck, unser gerade erworbene Ford Laser, Baujahr 1992. Zusammen mit dem Vorbesitzer schraubten Jule und ich die neuen Nummernschilder an. Vor drei Stunden in Australien eingereist und schon Besitzer eines Autos. Mein erstes im Übrigen.

Kaufvertrag Ford Laser

Kaufvertrag Ford Laser

Jule hatte ein Tag zuvor mit ihrem Vater das Auto ausgesucht, Probe gefahren und den Deal soweit klar gemacht. Sie handelte den Preis von 1.800 AUD$ auf 1.100 AUD$ runter. Dazu kam noch die Registrierungsgebühr von 450 AUD$.

Nur so aus Spaß öffnete ich den Kühlwasserausgleichsbehälter.  Eine rotbraune Haut löste sich und schwamm in dem bis zur Öffnung gefüllten Behälter. Nun gut, Wasser war drin, aber offensichtlich auch Rost. Ein paar Dellen und Beulen hatte er ebenfalls. Weitere Einblicke ersparte ich mir erstmal, gekauft war schließlich gekauft.

Der Motor startete sofort…beim zweiten Mal, mit ein bisschen Gasunterstützung. Gangschaltung auf „D“ und das 3-Gang-Automatikgetriebe wurde aktiviert. Es ging los.

Dreckig war er, jedenfalls von innen. Überall Staub und Sand und alles klebte. „Kommt vom Schweiß“ meinte Jule. Na und? Man hätte es trotzdem sauber machen können.

Dass wir so frühzeitig ein Auto kauften war die richtige Entscheidung. In zwei Tagen wollten wir mit Jules Eltern gemeinsam für 10 Tage das Gebiet nördlich von Brisbane erkunden. Dafür hatten Jules Eltern von Deutschland aus bereits ein 2-Seat-4WD-Camper gebucht, so dass Jule und ich dringend einen fahrbaren Untersatz brauchten. Auch vor der Reise konnten wir den Laser gut gebrauchen um unsere Wohnung einzurichten. Aber das ist eine andere Geschichte.

Als wir zwei Tage später am 24.12. aufbrachen, machten sich weitere Mängel am Auto bemerkbar. Folgende Liste ergab sich:

  • Innenraumbeleuchtung vorne aus −> defekte Glühbirne ausgetauscht
  • Innenraumbeleuchtung Kofferraum aus −> Glühbirnenfassung enger gestellt
  • Fahrersitzt schief −> muss ausgetauscht werden
Ford Laser Seat Rücksitz

Ford Laser Rücksitze aus dem Kofferraum fotografiert

  • Haltegriff beim Beifahrer fehlt −> Ersatz anbauen
  • Heckklappe fällt immer zu −> kurzfristig mit Holzkeil gelöst, mittelfristig Dämpfer austauchen
  • Wassereinbruch im Kofferraum und nasse Rückbank −> Alles getrocknet, Ursache unklar, eine potentielle Stelle mit Klebeband abgedichtet
  • Dichtungsgummi an Türen und Fenster teilweise eingerissen −> erneuern
  • Gurtspanner teilweise nicht mehr 100% funktionstüchtig −> Spannrollen kontrollieren
  • Dachhimmel hängt hinten runter −> festkleben
  • Auto innen verdreckt −> Na? Genau, reinigen. Zum größten Teil ist das schon abgeschlossen. Einige Ritzen müssen noch gesäubert werden.
  • Kühlwasserausgleichsbehälterausgangsschlauch (Das Wort habe ich gerade selbst erfunden) führt nicht zum Kühlerkreislauf zurück, sondern endet im Leeren −> Wieder anbringen, allerdings finde ich den Anschluss nicht. Wahrscheinlich ist der Kühler nicht original.
  • Kühlwasserverlust während der Fahrt −> wahrscheinlich Risse im Zylinderkopf, Kühlkreislauf  gereinigt und mit Dichtungsmittel befühlt, noch ca.:200km fahren und dann prüfen ob es geholfen hat
  • Bei Vollgas kommt schwarzer Rauch aus dem Endtopf, Leistung geht zurück und Motor tourt nicht ab −> Gemisch zu Fett, kann verschiedene Ursachen im Abgassystem oder Vergaser haben. Ich habe Vergaserreiniger als Benzinzusatz eingefüllt, seit dem ist das Problem nicht mehr aufgetreten.

Die letzten beiden Punkte haben natürlich Priorität und das Lösen der Probleme entscheide ob bzw. wie die anderen Punkte behoben werden.

Bisher sind wir mit dem Auto ca. 2.000 km gefahren. Der Benzinverbrauch liegt  je nach Fahrweise bei ca.: 9 Liter, der Ölverbrauch ist praktisch nicht messbar.

Das bringt mich zu den Pluspunkten des Lasers (australisch „Laisa“ ausgesprochen, versteht sonst hier kein Mensch).

Mit 300.000 km ist das Auto, sagen wir aus dem Gröbsten raus. Tatsächlich läuft der Motor sehr ruhig und ohne nennenswerte Geräusche. Die Automatik arbeitet sehr sauber und präzise.  Die Fensterscheiben sind getönt. Neben einem CD-Radio und vier Boxen hat das Auto auch eine Klimaanlage. Diese ist weniger an heißen sondern viel mehr an feuchten Tagen Gold wert, um das beschlagen der Scheiben zu verhindern. Allerdings war die Luftfeuchtigkeit hier schon so hoch, dass die Scheiben von außen beschlugen.

Neben Werkzeug habe ich mir ein Reparaturhandbuch gekauft. Mal sehen was wir so alles gefixt bekommen.